Tradition und Territorium

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“Kalabrien wurde einst von einem launischen Gott geschaffen, dem es wohl Spaß bereitet hat, hierzu Elemente aus verschiedenen Welten zu mischen“ (Guido Piovese, „Eine Reise durch Italien“, 1957).

"Die Menschen in diesem Lande zeugen von solch einem Taktgefühl, Sensibilität und Höflichkeit, für das es nur eine Erklärung gibt: Einst herrschte hier die griechische Zivilisation“ (Cesare Pavese, Briefe, Brancaleone, 1953).

"Die Kalabresen pflegen ihren Patriotismus in den einfachsten Dingen, wie zum Beispiel in der Güte ihrer Früchte und ihrer Weine. Trotz des rauen Lebens, dem sie zu entfliehen versuchten, hält sie eine verzweifelte Liebe zu dem Land, dem sie mit allen Legenden von Kindheit und Jugend verbunden sind " (Corrado Alvaro, „Fast ein Leben“, 1950).

Belmonte Calabro: ein Land, ein Dorf im antiken Griechenland, der Wiege des Mittelmeers.

Es ist eine Landschaft voller Farben, Stimmen, Gerüche. Was sofort auffällt, ist das Meer, das satte Grün des dichten Waldes, das unbestrittene Reich der großen Vielfalt an Vögeln. Wachteln, Amseln, Elstern, Drosseln, Krähen, Finken, Rotkehlchen, Grünfinken, Nachtigallen, Spechte, Wiedehopf, Eulen, Meisen, Siebenschläfer und Eichhörnchen bewohnen diese Welt der Harmonie und Schönheit.

Von November bis Januar schmückt ein Feuerwerk aus Myriaden roter Bällchen auf spektakuläre Weise das sonst so satte Grün der Erdbeerbäume. Deren Früchte sind schön anzusehen und mit Freude zu genießen. Dies ist auch die Zeit der Heidelbeeren. Die flexiblen Zweige der Pflanze werden verwendet, um die getrockneten Feigen aufzufädeln, welche den charakteristischen Duft des Waldes aufnehmen. Im Frühjahr blüht der Weißdorn.

Hier ist Artibel zuhause - in Belmonte Calabro.

Der Name der Ortschaft leitet sich wahrscheinlich von Beaumont ab, in Anlehnung an den Feldwebel, der die Arbeit für den Bau der Küstenbefestigungen und das Schloss geleitet hat; oder aus dem Dialektwort "bellumunte", das den Hügel, auf dem das Schloss - erbaut von Charles d' Anjou im Jahre 1270 - steht, bezeichnet.
Schon in den vergangenen Jahrhunderten gab es in dem Gebiet kleine Streusiedlungen der griechischen Kolonisten. Der Name wurde wichtig wie die Grafschaft Salvacossa, die Baronie von Tarsia und Raveschieri und das Fürstentum Pignatelli. Angriffe von Piraten und die Belagerung durch die Franzosen waren ein Teil der Geschichte. Die Stadt nahm eine aktive Rolle in der republikanischen Bewegung im Jahre 1799 und dem Risorgimento ein.

Seit der Antike wurde unser Land von Historikern gefeiert und von Dichtern besungen. Padre Fiore da Cropani: "Schönes und wildes Land der Zedern, Orangen und Limonen" . Gabriel Barrio: „Wir legen grüne Gärten an und ernten Früchte jeder Art und Vielfalt“. Galeazzo di Tarsia: "Klare, frische, fließende Wellen, grüne Felder, hohe Wälder und liebliche Hügel".
Peppino Veltri: "Aus dem Levante empfängt Belmonte den Duft der auf den Hügeln reich wachsenden Alpenblumen, während im Westen das Meer Jubel und Geschwätz mit dem Rauschen der Wellen herüberbringt."

Auf diesem Stück Erde entstand Artibel, hier entstand seine Geschichte, und hier ist der Mittelpunkt des täglichen Handelns.

„Es ist eine wunderschöne Landschaft, in welche sich unterschiedliche Naturlandschaften mit repräsentativen Elementen unserer Zivilisation und Geschichte integrieren. Die Fülle der Biodiversität ist beachtenswert: Man spricht von etwa 200 Pflanzenarten und über 130 Tierarten, die hier vertreten sind.

Eine natürliche Umwelt höchster Güte, in welche eine vielfältige Landschaft eingefügt ist, geprägt durch die für diese Region typische Aktivität: Landwirtschaft. Kleine Dörfer und Mühlen, Bauernhöfe und Weiler sind die Markenzeichen der Gemeinde Belmonte. Sie passen sich ein in die hügelige Morphologie und den unregelmäßigen Wechsel von Eichenwäldern, Weinbergen und Olivenhainen, mit niedrigen Häusern und kleinen Ortskernen“ (aus A.P.B., Belmonte Calabro, Gigante).

Hier produziert Artibel: Lebensmittelspezialitäten, hergestellt nach alten Rezepten, Zeugnisse einer Vergangenheit, in der die hellenische und griechisch-römische Zivilisation bestimmend war für die exquisite Küche, deren Aromen Menschen und Götter dieser Zeit schmeichelten.
Essenskultur und damit verbundene Rituale sind wichtige Lebensinhalte, gerade eben da, wo die Nahrung und das Feuer das Haus, die Familie, das glückliche Leben eines Volkes symbolisieren. Ein exklusiver Cocktail aus Düften, Aromen und Traditionen, welcher die klassische und unnachahmliche mediterrane Esskultur preist.

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